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Galaxy Messier 81
Center of the Milky way
"SNAKE" galaxy

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Zum Auftakt

Planeten, Monde, Sterne, Konstellationen, Galaxien, Quasare, Schwarze Löcher, Dunkle Materie – das sind Begriffe, die der Mensch in seine Sprache im Laufe der Zeit aufgenommen hat, um Dinge zu bezeichnen, die er zum Teil bis zum heutigen Tag nicht in allen Einzelheiten kennt und versteht. Diese geheimnisumwobenen Gebilde – vor allem jene weit außerhalb unseres eigenen Planeten und eigenen Sonnensystems – üben weiterhin eine außerordentliche und unvergleichliche Faszination auf uns aus, und das seit es Menschen auf diesem Planeten gibt, wobei über unseren eigenen Ursprung auch heute noch keine Einigkeit herrscht, um es vorweg zu erwähnen. Und bitte: Lassen Sie den guten Darwin und seine Selektionsteorie bzw. den Darwinismus als eine besondere Form des Evolutionismus und der Deszendenztheorie beiseite. Mit seiner Behauptung "Der Mensch habe sich aus affenartigen Vorfahren (nicht aus einer lebenden Affenart) entwickelt" stehe ich persönlich auf Kriegsfuß!

Die Faszination, die wir für den Kosmos empfinden, kann man nicht mit ein paar Worten erfassen. Es ist das Gefühl der Unendlichkeit, die uns das Universum vermittelt, ob es mit bloßem Auge oder mit Hilfe von Teleskopen betrachtet wird. Es ist auch das (noch) Unerreichbare, die Vielfalt an kosmischen Formen, die sich uns in einer unglaublichen Farbensynphonie präsentieren. Es ist eine Welt, die mehr Fragen über ihre Entstehung und ihr Schicksal aufwirft, als daß sie imstande wäre, zu beantworten. Und trotzdem können wir nicht die Finger davon lassen, wie der Bär, wenn es um den Honig geht.

Immer wieder läßt sich der Mensch neue physikalische Modelle einfallen, die den mutigen Versuch unternehmen, eine gewisse Ordnung in diesem "kosmischen Salat" zu bringen. Ein heilloses Durcheinander haben wir zwar nicht, aber von einer endgültigen Ordnung kann gewiß keine Rede sein. Viele unserer Modelle zur Beschreibung des Universums mußten leider wieder verworfen werden, weil irgendwo im Netz unserer mühevoll gestrickten Hypothesen und durchgeführten Analysen aufgrund neuer Entdeckungen oder Erkenntnisse eine oder mehrere "Fehlstellen" enstanden, die dazu geführt hatten, daß unsere mathematischen Formeln und Gleichungssysteme inkonsistent wurden, wodurch einige bereits existierende Theorien ein Loch oder besser gesagt eine Wunde aufwiesen, die so abgrundtief und so groß war, daß ein Zusammenflicken oder Reparieren dieser Diskontinuitäten nicht empfehlenswert gewesen wäre, ja sogar mehr Gefahren heraufbeschworen hätte, die das eigentliche Problem noch hoffnungsloser und somit unlösbarer machen würden.

Was sollen wir dann tun? Nun, wir müssen leider von vorne beginnen und haben die Wahl: Entweder investieren wir sehr viel Zeit, um den Fehler in unserem Kalkül und auch in unseren Schlußfolgerungen zu finden, was sich als ein sinnloses Unternehmen entpuppen könnte – der Defekt oder der Fehler könnte auch möglicherweise irreparabel sein – , oder wir schmeißen alles in den Müll und starten von Neuem, mit neuer Kraft, mit großer Zuversicht und mit dem festen Glauben, daß unsere Bemühungen uns beim nächsten Mal zum Erfolg führen werden. Und das tun wir jedesmal, immer und immer wieder.

Auch wenn ich sehr optimistisch bin und meine Arbeit absolut ernst nehme, wie jeder gewissenhafte Theoretiker es tut, muß ich trotzdem schmunzeln. Wieso? Ganz einfach: Wenn ich mir unsere heutigen Theorien genau und unvoreingenommen anschaue und sehe, wie wir mit ihnen die bereits erwähnte Vereinheitlichung aller Naturkräfte herbeiführen wollen, und ich mir auch ihre Vorschläge und ihren mathematischen Aufbau in meinem Mund genüßlich zergehen lasse, was ich grundsätzlich tue, wenn es um astrophysikalische Probleme geht, empfinde ich zwar ein Gefühl der Entzückung beim Verinnerlichen dieser großartigen Ideen, weil diese Theorien so hinreißend interessant sind, so schlüssig zu sein scheinen, aber sie erinnern mich trotzdem sehr stark an folgenden gut gemeinten Witz:

Ein Ingenieur, ein Mathematiker und ein theoretischer Physiker sind beim Pferderennen. Sie überlegen, ob es möglich ist, zu berechnen, welches Pferd gewinnt. Nach einer Woche treffen sie sich wieder. "Ich habe überall nachgeschaut", meint der Ingenieur, "aber es gibt einfach keine Tabellen für Pferderennen." Der Mathematiker hat zwar bewiesen, daß eine Formel existieren muß, aber er hatte nicht genügend Zeit, sie aufzustellen. Der theoretische Physiker meint: "Ich habe eine Formel erstellt, mit der man exakt berechnen kann, welches Pferd gewinnt. Sie hat allerdings einen Haken: sie gilt nur für reibungsfrei gelagerte, kugelförmige, reiterlose Pferde im Vakuum".

Liebe Website-Besucher, einen gewissen Humor müssen wir Theoretiker schon haben, und wenn ich diesen Witz erzähle, heißt das natürlich nicht, daß besagte Theorien völliger Unsinn wären und ich mich darüber lustig mache, ganz im Gegenteil, aber wir müssen schweren Herzens zugeben, daß ihnen das i-Tüpfelchen fehlt, um es als universell gelten zu dürfen. Bei meinen eigenen Bemühungen sieht es auch nicht anders als bei meinen Fachkollegen aus. Irgendwann jedoch kommt der Zeitpunkt, wo wir einige dimensionale Sprossen höher in der kosmischen Leiter erklimmen müssen, wenn wir weiter wollen und wenn wir den primordialen Fragen zum Ursprung des Universums, aber auch zu unserem eigenen Ursprung auf den Grund gehen wollen.

So gesehen, haben wir von der Natur, aber auch von Albert Einstein keine Steine, sondern größere Felsen in unseren Weg zur Lösung diverser Rätsel in der Kosmologie gelegt bekommen, die endlich ein für allemal gesprengt werden müssen. Es gibt nämlich viele Überlegungen und Betrachtungen, die uns unter anderem zu folgender, vielleicht vorläufig bitteren Erkenntnis führen: In der Einsteinschen Gravitationstheorie ist es hoffnungslos, Raumkrümmungen, Trägheitswirkungen, Gravitationswellen oder Gravitationsfelder für technische Anwendungen zu erzeugen bzw. einzusetzen.

Aber – und das ist sehr wichtig – wir brauchen ja nicht mutlos bei dieser Erkenntnis stehen zu bleiben. Wir können immer noch die Sterne erreichen!

MEHR (PDF 717 kb)

 


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Doctor Jes˙s Alejandro de la Fuente Moreno