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Galaxy Messier 81
Center of the Milky way
"SNAKE" galaxy

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FAQ 014 E-mail
Kann ein Raumfahrer ein Schwarzes Loch für interstellare bzw. intergalaktische Reisen benutzen?
Es gibt durchaus Science-Fiction-Autoren, die gerne diese Vorstellung benutzen, um ihren Protagonisten abenteuerliche Reisen und Ausflüge in R3-"fremde" (Rn, Pu(3)) Gefilde zu ermöglichen. Diese Autoren haben die bemerkenswerte Gabe, ihre Geschichten so gut zu erzählen, daß der Leser tatsächlich den Eindruck gewinnt, auch dabei zu sein, und diese Reisen über Schwarze Löcher auch wirklich realisiert werden könnten. Aber nachdem wir bisher einige wichtige Merkmale von Schwarzen Löchern kennengelernt haben, die uns in Bezug auf die Möglichkeit von interstellaren bzw. intergalaktischen oder gar interuniversellen Reisen niederschmetternde Aussichten voraussagen, wäre ich geneigt, die obige Frage zu verneinen. Aber das wäre bei mir ein reserviertes Nein. Warum? 

Nun, was wäre zum Beispiel, wenn zumindest einige dieser Schwarzen Löcher eine "tote" bzw. "inaktive" Zone, d. h. einen ähnlichen Bereich wie das Auge eines Tornados, hätten, in der die bekannten unendlich großen Gravitationskräfte nicht herrschen, und die sich gleichzeitig eines bestimmten Superkanals bedient, um einen hyperraumzeitlichen Korridor zu anderen weit entfernten Teilen unseres Universums zu ermöglichen und die eingestürzte Materie bis dahin durchzuschleusen, und zwar um diesen hyperraumzeitlichen Korridor herum, so daß der Korridor selbst frei bleibt? Denn irgendwie muß ja die gesamte in das Schwarze Loch eingestürzte / akkretierte (nicht angesaugte!) Materie irgendwo verschwinden, und dabei handelt es sich ja nicht nur um ein paar Sternchen, sondern unter Umständen um ganze Galaxien! Die Tatsache, daß man dieses seltsame, aber hoffnungsvolle Verhalten bei Schwarzen Löchern bisher noch nicht experimentell bzw. visuell nachweisen konnte, bedeutet rein gar nichts. Wenn wir an die Ringsingularität von Roy Kerr – Sie wissen, bei rotierenden Schwarzen Löchern –, als eine Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen denken, über die wir bis heute nichts genaues wissen, könnte man auf die Idee kommen, daß sie uns womöglich ein Tor zu den besagten Gefilden ermöglichen könnte. Das wäre wirklich nur denkbar, wenn diese Ringsingularität uns eine freie Passage über einen "beruhigten" Bereich des Schwarzen Loches zur Verfügung stellen würde, ohne jegliche Gefahr für unseren mutigen Raumfahrer. Soviel ich weiß, ist dieser Umstand bisher noch nicht untersucht worden. Der Vollständigkeithalber möchte ich aber trotzdem noch eine Möglichkeit zur Nutzung eines Schwarzen Loches für interstellare bzw. intergalaktische Reisen erwähnen, die von dem theoretischen Astrophysiker Lior Burko (University of Utah, Salt Lake City, USA) stammt. Er meint, daß eine Reise durch ein Schwarzes Loch durchaus nicht unmöglich sein muß. Burkos Grundidee ist die Existenz von Hybrid-Singularitäten als "gemischte Ausnahmezustände" eines Schwarzen Loches. Nach seinen Berechnungen spaltet sich die Singularität eines Schwarzen Loches im Zentrum auf und es entsteht die besagte "Hybrid-Singularität", die aus einem starken Sektor und einem schwachen Sektor zusammengesetzt ist - wobei der starke absolut zerstörerisch wirkt, der schwache jedoch nur relativ geringe Kräfte entwickelt. Der Physiker hat seine Überlegungen in der renommierten Fachzeitschrift "Physical Review Letters" (Ausgabe März 2003) veröffentlicht.

 


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Doctor Jes˙s Alejandro de la Fuente Moreno